3.138,33 € und Rosen für das SOS Kinderdorf Tryavna

Am dritten Tag unserer Rallye trafen wir im SOS Kinderdorf Tryavna ein. Unser Ziel, bereits um 16 Uhr einzutreffen, verfehlten wir leider um 3 Stunden. Wir standen auf einem ungeplanten Umweg in Rumänien zweimal je 1 Stunde im Stau. Auf dem direkten Weg hätten wir keinen Stau gehabt, aber so läuft das eben, wenn man nur mit einer groben Landkarte anstatt Navi unterwegs ist.

Verspätete Ankunft

Um 19 Uhr trafen wir endlich im SOS Kinderdorf ein, wo die Kinder alle gerade in den Familienhäusern beim Essen waren. Das geplante Barbecue mit der Dorfgemeinschaft viel aufgrund unserer Verspätung leider ins Wasser. Trotzdem wurden wir ganz herzlich von Sonia Zhivkova (Leiterin SOS Kinderdorf Fundraising Bulgarien), dem Dorfleiter Ivan und weiteren Mitarbeitern begrüßt.

Rosen vom Wörthsee für das Kinderdorf

Eine halbe Stunde später, waren wir schon von einer großen Kinderschar umringt. Mit Sonia als Dolmetscherin, konnte ich bzw. wir den Kindern über uns und die Rallye erzählen. Nach dieser Vorstellungsrunde, übergaben wir Rosen an das Kinderdorf und konnten sie auch gleich mit den Kindern einpflanzen. Die Löcher waren schon gebuddelt. Hoffentlich wachsen sie gut an und blühen bald in voller Pracht.

Eine der Rosen war ein Geschenk von Kerstin Hofmann aus Wörthsee. Wir hatten sie zwei Tage vor dem Start der Rallye bei Ihr im Garten ausgegraben und sie steht jetzt an prominenter Stelle neben dem Hauptweg im Kinderdorf.

Die Idee zu den Rosen stammt daher, dass alle Rallyeteams Rosen für Oberstaufen, Istanbul und Tiflis mit an Bord hatten. In allen drei Orten wurden Rosengärten angelegt, die diese Städte nun als Zeichen des Friedens miteinander verbinden. Warum also nicht auch Rosen für das Kinderdorf? So wird es gedanklich in dieses Friedenszeichen integriert.

Die Kinder und die Autos

Nach dem Rosenpflanzen folgte der lustigste Teil des Abends: wir ließen die Kinder unsere Autos anschauen und vor allem darauf unterschreiben. Schade, dass wir der bulgarischen Sprache nicht mächtig sind, wir mussten uns deshalb wohl den ein oder anderen lustigen Spruch auf den Autos entgehen lassen. Besonders schade war natürlich, dass wir aufgrund der Sprachbarriere nicht direkt mit den Kindern kommunizieren konnten. Sonia war als einzige Dolmetscherin an diesem Abend natürlich heißt begehrt.

So sah die Motorhaube unseres 5ers hinterher aus 🙂

Als die Kinder dann nach und nach in die Häuser gingen, wurde uns unsere Unterkunft für die Nacht gezeigt – ein Haus, wie es auch SOS-Kinderdorf-Familien bewohnen. Nach den zwei vorangegangenen kalten Nächten im Zelt, war das natürlich reinster Luxus für uns – und wir konnten endlich duschen 🙂 Ein leckeres Abendessen in amüsanter Runde mit Sonia, Ivan und ihren Partnern, rundete den Tag ab.

Übergabe des Spendenschecks zum Abschied

Nach einer erholsamen Nacht, trafen wir am Morgen mit weiteren Mitarbeitern des Kinderdorfes zur Scheckübergabe zusammen. Neben einigen Spielsachen und einem Spielplatz-Schaukelpferd, überreichten wir also den symbolischen Spendenscheck. Der „endgültige“ Spendenstand während der Rallye beträgt 3.183,33€. [UPDATE: letztendlich lagen wir im Sommer 2016 bei knapp 4.000 Euro] Wir hoffen sehr, dass das Geld dem Kinderdorf wirklich hilft. Unsere persönliche Erfahrung aus der Spendenaktion zeigt, dass es gar nicht so einfach ist, Spendengelder zu sammeln.

Vor unserem Abschied, konnten wir noch die Aufgabe lösen, uns mit einer Person in Uniform und einem Hund fotografieren zu lassen. Das dorfeigene Weihnachtsmannkostüm war leider so schnell nicht auffindbar, also wurde mit einem Anruf beim Polizeichef der Stadt, ein Uniformierter herbeibeordert. Für den in Istanbul anstehenden Drachenbauwettbewerb, erhielten wir vom Kinderdorf das passende Material – Drachenstoff und Holzstäbe. Leider waren wir mit dem Drachen nicht besonders erfolgreich, wenn wir auch zwei optisch sehr schöne Drachen hatten.

 

 

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